Welches CMS (Content Management System) ist das Richtige für mich? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, denn CMS gibt es wie Sand am Meer. Generell sollte man sich aber zuerst mit den eigenen Anforderungen an ein solches System auseinander setzen. In diesem Artikel werden drei verschiedene CMS beleuchtet. Joomla! und Drupal sind Systeme für kleinere bis mittelgroße Seiten und Typo3 ist für große bis sehr große Seiten von Firmen geeignet. Selbstverständlich kann man Typo3 auch für kleinere Seiten einsetzen, aber ob sich der Aufwand lohnt?
Zuerst wird eine kurze Zusammenfassung des jeweiligen Systems mit Vor- und Nachteilen gegeben. Der zweite Teil soll eine Übersicht darüber geben, in welchen Situationen man sich für welches System entscheiden sollte. Im dritten Teil wird ein Erfahrungsbericht zu Drupal gegeben. Der Artikel richtet sich an Privatpersonen, aber auch an Firmen, die ein Open Source-CMS einsetzen wollen.
Überblick über die Kandidaten
Alle Systeme sind Open Source und zu allen gibt es eine mehr oder weniger große Auswahl an Literatur und Anleitungen der Community.Drupal
Drupal ist eine belgische Entwicklung und existiert seit 2001 (mehr zur Geschichte von Drupal gibt es auf drupal.org). Das CMS verfolgt ein stark modulares Konzept. Es gibt eine Grund-Distribution (Core) mit den wichtigsten Funktionalitäten, die auch allesamt als Modul realisiert sind. Zusätzlich dazu gibt es eine große Menge von Modulen, die von Benutzern beigesteuert wurden. Dadurch erhält Drupal eine hohe Flexibilität, man erhält jedoch keine Garantie das alle möglichen Kombinationen von Modulen einwandfrei funktionieren. Ausgereifte, stark nachgefragte Module werden eventuell in den Kern mit aufgenommen.Grundsätzlich ist Drupal datenbankunabhängig und unterstützt z.B. MySQL oder PostgreSQL. Das muss jedoch nicht unbedingt für die Module gelten, da Tabellen oder SQL-Abfragen durchaus unterschiedlich sein können. Auch Mehrsprachigkeit wird von Drupal unterstützt, jedoch sind für die meisten Module nur englische Übesetzungen verfügbar. Die Erstellung von zusätzlichen Übersetzungen ist kein Problem. Dafür wird sogar ein Web-Interface bereitgestellt. Bei Drupal wird anscheinend Wert auf effizientes Software-Design gelegt. Dies manifestiert sich in einer durchdachten - wenn auch nicht immer intuitiven - Oberfläche und in W3C-Konformität.
Drupal ist eher im Sektor der Online-Communities beheimatet (z.B. läuft spreadfirefox.com auf Drupal). Frontend und Backend verschmelzen zu einer Einheit. Es gibt keine große Trennung von bloßen angemeldeten Benutzern und Administratoren (im Sinne der Oberfläche). Trotzdem besitzt das System ein Rechtemanagement mit Rollen. Rechte können standardmäßig nur für bestimmte Aktionen gesetzt werden. Das Rechtemanagement für Inhalte lässt sich mit Modulen nachrüsten, die jedoch nicht besonders ausgereift sind.
Drupal verwendet ein eigenwilliges System Inhalte zu organisieren, welches man nicht unbedingt sofort durchschaut. Wenn man es jedoch erst einmal verstanden hat, dann wird man seine Freude daran haben. Jeglicher Inhalt wird als Knoten (Node) bezeichnet. Jeder Knoten erhält eine fortlaufende Nummer (URL-Aliase sind möglich). Zusätzlich können einem Knoten noch Tags aus einem bestimmten Vokabular, welches wiederum in Taxonomien organisiert ist, hinzugefügt werden. Auf diese Weise lässt sich Inhalt flexibel gruppieren und zuordnen.
Zur grafischen Präsentation von Inhalten verwendet Drupal Templates, die in PHP erstellt werden. Man muss also keine zusätzliche Template- Sprache erlernen und kommt mit reinem PHP aus (das kann natürlich ein Nachteil sein, wenn man kein PHP beherrscht).
Drupal verfügt über eine aktive Entwicklergemeinschaft und in den Foren bekommt man auch bald eine Antwort auf seine Fragen. Natürlich muss man für das Beherrschen dieses CMS auch Zeit investieren, jedoch liegt der Aufwand deutlich unter dem für das Erlernen von Typo3.
Joomla!
Joomla! entstand im Jahre 2005 durch Abspaltung von Mambo als Miro International die Mambo-Foundation gründete. Nach anfänglicher Kompatibilität haben sich die Projekte nun auseinander entwickelt und viele bescheinigen Joomla! eine bessere "Überlebenswahrscheinlichkeit".Bei Joomla bringt der Kern schon das meiste mit, aber es gibt trotzdem die Möglichkeit Erweiterungen nachzurüsten, von denen es auch einige gibt.
Die Einarbeitungszeit für den Administrator ist geringer als bei Typo3, dafür ist das Backend für den Redakteur nicht so intuitiv und erfordert u. U. einiges an Schulungsaufwand. Ein abgestuftes Rechtekonzept lässt sich mit Joomla (derzeit) nicht realisieren. Hat man Zugang zum Administrationsbereich darf man beinahe alles. Es gibt zwar ein paar vordefinierte Rollen, diese sind jedoch nicht ausreichend für die meisten Anforderungen - speziell im Unternehmensbereich. Es gibt eine Möglichkeit schon jetzt an eine bessere Rechteverwaltung zu kommen. Jedoch existiert diese Möglichkeit in Form eines Core-Hacks und damit riskiert man nicht auf spätere Releases updaten zu können.
Die zukünftige Entwicklung scheint zwar auf sicheren Beinen zu stehen, jedoch muss die Abspaltung von Mambo erst richtig verdaut werden. Eine richtige, detaillierte Roadmap scheint nicht zu existieren und der Entwicklungsprozess erscheint nicht übermäßig standardisiert und ausgereift. Dafür spricht auch, dass Releases teilweise verzögert erscheinen und in der Roadmap keine Daten für künftige Releasezeitpunkte verzeichnet sind.
Ich kann das zwar nicht bestätigen, aber Joomla! wird ein schrecklicher HTML-Output nachgesagt. Von W3C-Konformität soll angeblich nichts zu bemerken sein. Auch Datenbankunabhängigkeit sucht man (derzeit) bei Joomla! vergeblich. An MySQL kommt man nicht vorbei (vielleicht wollte man aber eh nichts anderes einsetzen).
Die Entwickler haben an mehreren Fronten zu kämpfen wie Rechtesystem, Mehrsprachigkeit, Datenbankunabhängigkeit und W3C- Konformität. Die Richtung - in die sich das Projekt entwickeln wird - ist nicht ganz klar. Die zukünftige Entwicklung ist derzeit als unsicher zu beurteilen.
Für den Einsatz im Unternehmensbereich würde ich also derzeit (Herbst 2006) vom Einsatz dieses CMS abraten. Für den Privatanwender, der seine Seite allein verwaltet und nichts gegen Englisch hat, spricht eigentlich nichts dagegen. Das CMS ist relativ schnell erlernbar und es gibt eine Menge fertiger Templates.
Typo3
Typo3 ist ein umfassendes und leicht erweiterbares CMS, das aber eher für große Projekte ausgelegt ist. Dem Redakteur bietet sich ein intuitives und leicht zu erlernendes Interface, mit dem er in kurzer Zeit gut arbeiten kann. Der Einschulungsaufwand hält sich in Grenzen. Aufgrund des hervorragenden Rechtemanagements können einzelne Kompetenzbereiche für Mitarbeiter auf der Seite genau festgelegt werden.Durch die hohe Flexibilität ist das System ziemlich komplex und für einen Administrator nicht ohne höheren Einarbeitungsaufwand einzurichten und zu verwalten. Laut Meinung im Web sollte man für die Lernphase zur Konfiguration einer Webseite erstmal mehrere Wochen (manchmal ist sogar die Rede von Monaten) veranschlagen. Dafür wird man aber mit beinahe unbegrenzten Möglichkeiten belohnt.
Der Entwicklungsprozess ist stabil und relativ regelmäßig. Das System existiert seit 1998, ist sehr ausgereift und wird weltweit von vielen größeren Firmen und Institutionen eingesetzt (die Rede ist von etwa 100.000 Installationen), in Österreich z.B. von den Bundesforsten und der Universität Wien.
Es existiert eine aktive Community und mehrere Erweiterungen zum System. Zum Verwalten und Konfigurieren des Systems ist u. U. die Aneignung einer eigenen Skriptsprache (TypoScript) erforderlich. Mehrsprachigkeit, W3C-Konformität und Datenbankunabhängigkeit gehören zum Standard. Ein nettes Detail ist die Möglichkeit Erweiterungen über ein Online-Repository zu installieren.
Szenarios und die beste Wahl
Hier liste ich verschiedene Anforderungen, welches das geeignetste CMS für diese ist und warum das so ist. Dabei gehe ich nur auf die drei CMSe ein, die oben vorgestellt wurden. Natürlich gibt es noch genügend andere, die aus dem einen oder anderen Grund besser für Sie geeignet wären.Ich benötige eine kleine private Seite und werde diese grundsätzlich nur alleine bearbeiten.
Wenn Sie kein richtiges Blog brauchen, MySQL verwenden können und wollen und ein englisches Backend in Kauf nehmen, dann verwenden Sie Joomla!. Wollen Sie ein Blog und deutsches Backend dann verwenden Sie Drupal, aber rechnen Sie mit einem etwas höheren Einarbeitungsaufwand.
Ich möchte eine private oder geschäftliche Seite aufbauen, wo viele Benutzer gemeinsam Beiträge verfassen können.
Hier würde ich Drupal empfehlen, wenn Sie die Inhalte nicht irgendwie schützen müssen, sondern jeder alles sehen darf. Jeder normale Benutzer darf nur seine eigenen Beiträge editieren. Von Typo3 rate ich ab, wenn sich die Größe der Seite in Grenzen hält und Sie nicht so viel Zeit für den Aufbau der Seite haben.
Ich möchte eine mittelgroße bis große Unternehmensseite mit mehreren Abteilungen aufbauen. Jede Abteilung soll für Ihren Bereich eigenverantwortlich sein und auch nur diesen bearbeiten dürfen. Es werden einige Redakteure an der Seite arbeiten.
Verwenden Sie Typo3, aber kalkulieren Sie einen hohen Aufwand dabei ein die Seite richtig zu konfigurieren. Danach sollte eigentlich alles reibungslos ablaufen. Alternativ wäre hier auch Drupal noch möglich wenn Sie nur wenig Zeit haben, aber das Rechtemanagement für Inhalte wird etwas mühsam werden und Ihnen sicherlich Kopfschmerzen verursachen.
Ich möchte eine Webseite aufbauen, aber habe von Webtechnologien nur wenig bis keine Ahnung.
Suchen Sie sich einen Experten, der die Seite für Sie erstellt. Dieser weiß sicher auch welches das richtige CMS für Sie ist. Wenn Sie es dennoch selbst machen möchten, dann lesen erstmal viel über CMSe und probieren Sie einige selbst aus.
Erfahrungen mit Drupal
Ich habe mich bemüht obigen Text neutral zu verfassen, aber wahrscheinlich hat man meine Präferenz trotzdem herausgelesen. Diese Seite verwendet Drupal. Das ist ein flexibles CMS und durch die wirklich sehr zahlreichen Module erhält man ein System mit dem fast keine Wünsche offen bleiben. Da die Module von Benutzern beigesteuert werden, findet man hier die unterschiedlichsten Entwicklungsstufen vor (von unausgereift bis sehr stabil) und sollte auch nicht blind sofort jedes Modul einsetzen und auch auf die Wechselwirkungen der Module untereinander achten.Dabei ist es von Vorteil, wenn man selbst ein wenig Entwickler-Know- How im Bereich PHP mitbringt. Das macht viele Sachen einfacher und ermöglicht es auch kleinere Fehler gleich selbst auszubessern. Im Herbst 2006 fand eine graviernde Umstrukturierung der Anordnung von Inhalten in Drupal statt, diese Bewegung hat sich mittlerweile aber wieder beruhigt. Grund dafür ist das Category-Modul von Jeremy Epstein. Es verändert das Verhalten von Drupal grundlegend und ist schon einigermaßen stabil, obwohl noch zahlreiche Fehler darin enthalten sind. Leider ist auch hier mittlerweile die zukünftige Entwicklung etwas unsicher geworden.
Drupal ist aber nicht nur ein CMS, welches einfach HTML-Code verwaltet. Mit bestimmten Modulen wie dem Content Construction Kit ist es auch möglich Inhalte feiner zu strukturieren und genaue Eingabefelder zu definieren. Man kann also neue Typen von Inhalten erstellen wie z.B. einen Typ für eine Filmkritik. Dazu kann man Felder für Kurzbeschreibung, Genre, Schauspieler, Bewertung etc. definieren und diese dann über das Theme mit einem Layout versehen.
Grundsätzlich kann man ja MySQL oder PostgreSQL verwenden. Leider scheitert man manchmal an den Modulen, die nur ein DBMS (Database Management System) unterstützen (meist ist das MySQL). Das Rechtemanagement ist leider noch nicht ganz ausgereift. Es gibt Rollen, denen man bestimmte Aktionen (wie das Anlegen von Inhalten) erlauben kann. Die Möglichkeit bestimmte Inhalte vor bestimmten Benutzern zu verstecken, oder Benutzer bestimmte Inhalte bearbeiten zu lassen (zusätzlich zu den selbst erstellten) ohne ihnen gleich das Bearbeiten aller Inhalte zu erlauben, ist nur über Module verfügbar, die alle nicht perfekt sind. Hier müsste im Kern ein Mechanismus vorgesehen werden.
Eine richtige Roadmap existiert nicht. Es wird auch begründet warum. Dries Buytaert - Lead-Developer von Drupal - sagt dazu:
Drupal never had an official roadmap, and will never have one. People perceive a roadmap as a list of formal deliverables; they feel stranded when the roadmap is changed, and get upset when functionality is not completed in time. Volunteer-driven projects like Drupal can't make any guarantees. Things happen, or not. Code is ready, when it's ready. Volunteer-driven projects don't mix well with official roadmaps.
Einige werden jetzt denken: Moment! Oben wurde noch die Roadmap von Joomla! bemängelt und Drupal hat überhaupt keine? Ja, das stimmt. Aber im Gegensatz zu Joomla! sind bei Drupal die Entwicklungszyklen doch relativ regelmäßig.
Die obige Begründung von Dries Buytaert illustriert auch das Problem das man hat, wenn man sich als Unternehmen für ein Open-Source- CMS entscheidet: Man bekommt keine Garantien. Man kann Geld spenden, damit die Entwicklung schneller voran geht oder es selbst machen und dann der Community zurückfließen lassen. Dafür bekommt man auch Vorteile, die man mit proprietärer Software nicht hat. Das Für und Wider von OSS (Open Source Software) für Unternehmen ist aber ein eigenes Kapitel, das hier nicht diskutiert werden und wohl auch nicht so leicht beantwortet werden kann.


Das hat mir geholfen :-)
Hallo Michael,
danke für deine Abhandlung über die drei CMSe. Sie hat mir geholfen mich weiterhin in Richtung Joomla! zu orientieren.
Grüße aus Hamburg
Meinhard
Kopie deines Blog-Eintrags
Hi,
wusstest Du, dass dein Beitrag 1:1 hier nochmal zu finden ist, ohne dass dein Name genannt wird?
http://tao.at/ressourcen/drupal_vs_joomla_vs_typo3
Viele Grüße,
Philipp
Danke!
Ja, dass wusste ich. Es passierte mit meinem Einverstaendnis. Trotzdem vielen Dank fuers darauf aufmerksam machen.
Joomla 1.5
Ich finde den von dir verfassten Artikel sehr hilfreich, wollte dich allerdings fragen, ob du bei den Vergleichen bereits Joomla 1.5 in Betracht gezogen hast oder ob sich deine Erfahrungen hier nur auf die stabile Version 1.0.x stützen. Wenn es deinerseits bereits Erfahrungen mit 1.5 gäbe, hätte ich daran natürlich ein großes Interesse.
1.5 gabs noch nicht
Hallo Peter!
Zu der Zeit als dieser Artikel entstanden ist war Joomla 1.5 noch nicht veröffentlicht. Mit dieser Version sollten einige Verbesserungen durchgeführt werden. Ich muss aber zugeben, dass ich mich damals für Drupal entschieden und mich dann nicht weiter mit Joomla beschäftigt habe.
Super Vergleich, Danke. Ich
Super Vergleich, Danke.
Ich habe mich in Joomla eingearbeitet und bin mir am überlegen, mit Drupal Erfahrungen zu machen. Aber bis jetzt min ich gut gefahren, nur dass ich in Joomla! das Gefühl habe, man hat bei jeder Komponente viel mehr, als das was man eigentlich bräuchte.
Gruss aus der Schweiz
Ausprobieren
Kann Drupal nur empfehlen. Bald sollte die Version 6 herauskommen, die nochmal einiges an Verbesserungen speziell im Bereich Internationalisierung und Lokalisierung bringt. Wenn es soweit ist, werde ich wohl in einem Artikel wieder Bilanz ziehen.
Backend Usability
Hi.
Ich bin eigentlich ein Joomla! Nutzer aber bin mehr und mehr genervt, je länger ich damit arbeite. Die anfängliche Begeisterung ist eigentlich schon lange passé, wenn ich ehrlich bin. Alles ist irgendwie so starr, so eingefahren. Man muss sich im Backend durch zig Menuepunkte klicken und permanent Seitenreloads in Kauf nehmen - und intuitive "related Options", z.B. das Erstellen einer neuen Kategorie beim schreiben einer Seite, Dinge, die sogar bei Wordpress gang und gebe sind... sucht man vergeblich.
Um es kurz zu machen - ich liebäugele schon ein wenig mit Drupal.
Wie verhält es sich denn mit da mit der Usability im Backend? Dein Artikel hat mich schon neugierig gemacht. Dass Tags benutzt werden und Nodes (ich hasse Kategorien) finde ich z.B. dufte. Erzähl doch mal ein bisschen mehr!
Achja, und eins noch. Ich nutze Joomla u.a auch gerne wegen der eCommerce Lösung Virtuemart - gibt es bei Drupal eine vergleichbare, ausgereifte Lösung? Oder ist es gar möglich Magento zu integrieren (Was ja mein Traum wäre)
Danke und viele Grüße,
m.
Überblick
Grundsätzlich besteht Drupal ja aus dem Core (Minimalsystem) und mehreren besseren oder schlechteren Modulen, die man selber für seine Zwecke auswählen muss. Es gibt zwar seit 5.x auch die Möglichkeit von Installationsprofilen (Core + ausgewählte Module), aber soviel hat sich da auch noch nicht getan.
Was ich damit sagen will: Die Usability hängt stark von den verwendeten Modulen ab. Ansonsten ist Drupal schon ziemlich durchdacht und auch meist intuitiv, wobei man eine - besonders am Anfang - etwas steilere Lernkurve hat, bis man zum Beispiel einmal das Taxonomie-System verstanden hat.
Das Seitenverwaltungssystem in Drupal beruht auf dem Konzept:
Du hast Grundfunktionalität für jeden Inhalt, die aber beliebig erweitert werden kann. Du kannst auch selbst Inhaltstypen definieren (mit CCK). Zum Wiederfinden der Inhalte gibt es einmal ein klassisches Menüsystem und auch Taxonomien. Die können sowohl statisch und hierarchisch, also auch flach und dynamisch (free tagging, wie bei meiner Seite) sein. Grundsätzlich ist das Taxonomy-System recht mächtig, aber schwierig kurz und knapp zu erklären. Am besten du suchst mal danach. Auf der Drupal-Seite müsste was dazu stehen.Mit e-Commerce unter Drupal habe ich leider keine Erfahrungen, aber es gibt da einige Lösungen. (Module unter dem Stichwort e-Commerce: http://drupal.org/project/Modules/category/104) Da gibt es zum Beispiel ubercart. Was Magento angeht, da wurde mal über eine Integration diskutiert (am besten wieder danach suchen), aber meines Wissens gibt es noch nichts offizielles.
Wie weiter oben schon gesagt: Ich plane wieder einen oder mehrere Artikel zu Drupal, aber ich möchte damit noch warten bis Drupal 6 erschienen ist. Das sollte hoffentlich noch im Februar 2008 passieren.
Danke
klingt interessant. Ich denke, ich werde einfach mal eine Testinstallation machen.
Super :)
habe deinen Artikel per Zufall gefunden und den doch gleich in meine kleine Linksammlung bezüglich Drupal, Joomla, Typo3 Vergleichen aufgenommen: http://rapsli.ch/drupal/blog/12.01.2008-vergleich-drupal-joomla-typo3-un... Freue mich auf den neuen Artikel.
Guter Vergleich. Mein Favorit ist Drupal.
Sehr guter Vergleich. Ich habe meine private Webseite mit Drupal umgesetzt und muss ebenfalls feststellen, das am Anfang Drupal nicht sehr leicht und schon garnicht übersichtlich ist. Mit der Zeit lernt man aber die Vorzüge kennen und mit den richtigen Modulen kommt man nach einiger Zeit zu einem guten Ergebnis.
Besucht doch meine private Drupal Webseite Brandt-Net oder meinen privaten Weblog (blog.brandt-net.de) zum Thema Webentwicklung mit WrodPress und Drupal.
Brandt Aktuell
Brandt Aktuell - das gefällt mir
Ich habe mich in Typo3
Ich habe mich in Typo3 eingearbeitet. Brauchte nicht Monate, sondern 5 Tage. Warum? Von "VideoToBrain" gibt es eine Lern-DVD. Da macht man Schritt für Schritt nach und hat ***schwupps*** alles begriffen. Wer irgendetwas mit CMS machen muss, sollte Typo3 wählen. Man wird nie enttäuscht und hat keine Angst zu wachsen. Man kann alles nachrüsten, was man will, in Sekunen neue User erstellen und ihre Rechte intuitiv verwalten. Ich betreue mit 20% Arbeitszeit sage und schreibe 27 verschiedene Homepages. Typo3 machts möglich. Ich glaube, ich werde Kurse anbieten. Typo3 in 3 Tagen. Es begeistert, es steckt an!
Hallo, ich hab seit ca. 1
Hallo,
ich hab seit ca. 1 Jahr meine Seite auf Drupal umgestellt,lief vorher auf einer "selbst gemachtem ) Cms von einem Progger, war aber nicht so der Hammer... seitdem lern ich fast täglich was neues über Drupal und dessen Funktionen, es gibt fast für jedes Problem ein Modul.. das find ich gut. Eine andere Seite hab ich noch mit Joomla laufen, ist aber schei... nur Probleme, verdammt langsam die Seite ( obwohl diese nur 1/10 so groß ist wie die Drupalseite ), beide liegen auf jeweils einem Server, leider trau ich mich nicht diese auch auf Drupal umzustellen weil die Google Positionen zu gut sind
na ja, meine Meinung, Drupal Top - Joomla eher nicht mehr...
Gruß
hallo
vieleicht überprüfst du die Einstelungene deines hosters?
hatte das selbe Problem hat sich dadurch gelöst.
Umstellung und Google Position
Ich will auch umstellen und bin über deine Bedenken verwirrt: Kannst du mir bitte den Zusammenhang erklären? Was ändert sich am Ranking, wenn ich bislang ohne cms gearbeitet habe und nun z.B. Drupal nutzen möchte? Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen!
Viele Grüße von
Gabriele
Ich kann zwar nicht für Bau
Ich kann zwar nicht für Bau Drupal sprechen, aber grundsätzlich ändert sich durch die Umstellung auf ein CMS am Ranking nichts. Allerdings nur wenn sich die URLs der Seiten nicht ändern, und das ist meist nach Umstellung auf ein CMS der Fall. Man sollte also Umleitungen von den alten URLs auf die neuen anlegen oder gleich darauf achten, die alten URLs wenn irgendwie möglich zu reproduzieren.
Guter Vergleich, aber Wordpress fehlt
Hallo Michael,
schöner Artikel, bringt die Sache kurz und knackig auf den Punkt! Ich würde aber noch anregen, auch Wordpress in diesen Vergleich einzubeziehen. Denn WP stellt für viele Anwender eine weitere Alternative dar, insbesondere für Blogger.
Grüße
felix
Danke für die Anregung
Danke für die Anregung Felix! Bei meinem Vergleich habe ich Wordpress bewusst ausgespart. Er entstand in der Evaluierungsphase für ein Unternehmen und da war Wordpress schon früher aus dem Rennen. Klar für Blogs usw. gehört es natürlich dazu. Meine Intention war aber sowieso nie einen möglichst vollständigen Vergleich zu machen, ist bei der Anzahl an CM-Systemen auch kaum möglich.
Drupal und E-Commerce
Ich habe vor langer Zeit direkt mit TYPO3 angefangen und bin nie mehr davon los gekommen. Kurz hatte ich einen Einstieg in Mambo/Joomla versucht, habe mich aber obwohl ich sogar ein Buch gekauft hatte, nie tiefer damit auseinander gesetzt.
Vor einigen Wochen habe ich Ubercart (Shop-Modul für Drupal) entdeckt und heute das e-Commerce-modul zu Drupal. Ich muss sagen, ich bin begeistert! CMS und Webshop in einem einheitlichen System aufzubauen ist eine prima Sache.
Ich hatte auch mit diversen Shop-Extension unter TYPO3 experimentiert, doch diese haben entweder keine Bestellungsverwaltung oder sind so benutzerunfreundlich und konfigurationsaufwändig, dass es sich für kleinere Projekte nicht lohnt, diese in überhaupt erst in Erwägung zu ziehen. Von Out-of-the-Box-Funktionalität ist hier weit und breit nichts zu sehen!
Für Community-zentrierte Websites mit E-Commerce-Komponente werde ich definitiv einen Versuch mit Drupal und dessen E-Commerce-Modulen unternehmen. Im Gegensatz zu osCommerce begeistert hier wie bei TYPO3 die aktive Community und die stetige Weiterentwicklung.
Drupal vs. Joomla vs. Typo3
Typo3 ist glaub ich vor allem im deutschsprachigen Raum sehr verbreitet. Was Investitionssicherheit angeht faehrt man mit Drupal auf Grund der grossen Entwicklergemeinde und professioneller Firmen die auch Service Level Agreements anbieten koennen sicherlich besser. Das dieses Community Gerede immer mit Drupal verbunden wird, ist sicher richtig - aber es gibt ja mittlerweile hunderte Beispiele das Drupal auch fuer andere Arten von Projekten gut geeignet ist - Harvard Science, Playboy [de], Fastcompany . . und mehr. Einarbeitung - interessanter Punkt, aber ich finde die Herangehensweise von Drupal viel effizienter und intuitiver - das ist nicht so sehr die Einarbeitung, sondern eher die Umstellung - besonders wenn man Typo3 lange benutzt hat.
Man merkt wahrscheinlich schon, das ich Drupal bevorzugen wuerde